Mit Kindern auf Reisen
Wichtig: Führen Sie die Telefonnummer Ihre Kinderarztes auf Reisen mit. Sie können Ihn im Notfall kontaktieren.
Suchen Sie sich, am besten vor der Reise, Adressen von deutschsprachigen Ärzten in Ihrem Reisegebiet über den jeweiligen Reiseveranstalter oder das Konsulat heraus.
Impfempfehlungen für Kinder
Impfungen sollten möglichst rechtzeitig geplant und durchgeführt werden, damit bei der Abreise ein ausreichender Impfschutz besteht. Grundsätzlich benötigen Kinder die von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen (gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Hepatitis B, Keuchhusten, Haemophilus influenzae B, Windpocken, Masern, Mumps, Röteln) und ggf. zusätzlich individuell empfohlene Reiseimpfungen.Für die Reiseimpfungen gelten folgende Altersbeschränkungen laut Angaben der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft (DTG):
- Cholera (Schluckimpfung) • nicht unter 2 Jahren
- FSME • nicht unter 1 Jahr
- Gelbfieber • nicht unter 6 Monaten (gemäß WHO: 9 Monaten)
- Hepatitis A • nicht unter 1 Jahr
- Influenza • nicht unter 6 Monaten
- Japanische Enzephalitis • nicht unter 1 Jahr
- Masern • nicht unter 9 Monaten
- Meningokokken-Meningitis (Polysaccharid ) • nicht unter 6 Monaten
- Pneumokokken (Polysaccharid) • nicht unter 2 Jahren
- Typhus (Injektion) • nicht unter 2 Jahren
- Typhus (Schluckimpfung) • nicht unter 1 Jahr
Malariarisiko bei Kindern
- Reisen in Malaria- Risikogebiete, insbesondere in Resistenzregionen, ist mit Kindern (v. a. Säuglingen und Kleinkindern) nicht empfohlen
- Ein guter und sorgfältiger
Mückenschutz ist bei Kindern unbedingt erforderlich - Die medikamentöse Malariaprophylaxe richtet sich nach Alter und Gewicht
- Jedes unklare Fieber ist grundsätzlich malariaverdächtig bis zum Beweis des Gegenteils
- Bei Fieber sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine Malaria tropica kann gerade bei Kindern ein schnellen bösartigen Verlauf nehmen.
Besondere Gefahren für Kinder
- Durch zweckmäßige Sonnenschutz-Kleidung und Kopfbedeckung, sollten Kinder stets einen guten Sonnenschutz erhalten
- Kinder nicht barfuß laufen lassen. Barfußlaufen begünstigt den Befall von Parasiten (z. B. Hakenwürmern) und die Verletzungsgefahr
- Kinder baden gerne in Gewässern. In Binnengewässern befinden sich jedoch viele Infektionserreger. Kinder sollten daher nicht in stehenden Gewässern baden. Am Meeresstrand oder im Pool bestehen in aller Regel keine Bedenken
Inhalt
- Willkommen
- Was gehört in eine Reiseapotheke
- Sonneneinstrahlung auf den Körper
- UV-Sonnenschutz-Kleidung
- Temperaturauswirkungen - Hitze
- Temperaturauswirkungen - Kälte
- Thrombosevorbereitungen - Flugreisen
- Reisen mit chronischen Erkrankungen
- Reisen mit Kindern
- Reisen in der Schwangerschaft
- Reisen im Alter
- Tropenmedizinische Zentren
- Reisewarnungen - Auswärtiges Amt
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